Leipzig, die Stadt, die schon Goethe lobend im Faust erwähnte, lockte den Freundeskreis vom 14. bis 21. Juli 2024 zur einwöchigen Jahrestour.
Mit dem Reisebus fahren 22 Mitglieder in die Stadt an der weißen Elster.
Während eines Spaziergangs durch die kompakte City mit einer Gästeführerin lernte die Gruppe schnell die bekannten Sehenswürdigkeiten der Leipziger Innenstadt kennen: die Museen, die Nikolaikirche, die Thomaskirche, das alte und das neue Rathaus, Auerbachs Keller, den Hauptbahnhof mit seinen Promenaden, die Mädler Passage – die wohl prachtvollste Passage unter den vielen Passagen -, das Gewandhaus und die Oper – denn hier gibt die Musik den Ton an.
Der Besuch des Museums der bildenden Künste war ein Muss. Schon die Architektur, die Lichthöfe, die gewaltigen Treppenhäuser und die überdimensionalen Türen ließen die Gruppe staunen. Max Klingers monumentale Beethoven Skulptur im Museumseingang und Werke von Liebermann, Corinth, Kokoschka, Beckmann u.a. konnten dort bestaunt werden.
Im Grassimuseumgruppieren sich die drei Grassi-Sammlungen – das Museum für angewandte Kunst, das Museum für Völkerkunde und das Museum für Musikinstrumente – mit ihren Ausstellungsräumen um zwei grüne Innenhöfe.
Die Geschichte kam während dieser Woche auch nicht zu kurz. 1913 wurde das riesige Völkerschlacht-Denkmal eingeweiht. Im Denkmal dokumentiert eine Ausstellung die Baugeschichte. Beeindruckend war der Blick von der 91m hohen Aussichtsplattform. Im Museum in der „Runden Ecke“ konnten die Besucher den Schrecken der SED-Diktatur hautnah erleben. In den Beeindruckenden Räumen sah die Gruppe Dokumente von Bespitzelungen und Methoden der Überwachung.
Ein Orgelkonzert in der Thomaskirche und eine Orgel-Vesper in der Nikolaikirche sowie eine Führung im Bach-Museum ließen die Herzen der Musikliebhaber und -liebhaberinnen höherschlagen.
Auch im Leipziger Umland gab es viel zu entdecken. In der Stadt Wurzen – mit seinen Renaissance- und Barockgebäuden – erhielten die Freunde von Buch & Kunst Einblick in das Leben des bekanntesten Sohnes der Stadt, Joachim Ringelnatz. Bekannt durch seine humoristischen Gedichte, z.B. um den Seemann „Kuttel Daddeldu“. Dass er auch ein Maler war, zeigte die Führung durch sein Museum.
In Machern. Im Schloss Püchau, gab es eine Führung der besonderen Art, zum Staunen der Zuhörer.
Die Stadt Grimma und das denkmalgeschützte Dorf Höfgen mit seinen Wassermühlen waren auch einen Ausflug wert.
Vom großen Markt in Grimma, mit seinem historischen Rathaus und prächtigen Renaissancebürgerhäusern machten die Freunde einen geführten Stadtspaziergang an der Mulde. Von den dramatischen Hochwassern, die die ganze Altstadt 3,50 m unter Wasser setzten, sah man nicht mehr viel. Eine neue Fußgängerbrücke und die Hochwasserschutzanlage waren beeindruckend. Der imposante Gebäudekomplex des Gymnasiums und die Klosterkirche der damaligen Augustinermönche, wurde entkernt und wird heute für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.
Fazit dieser Reise: Leipzig hat ein reiches Kulturleben, Leipzig ist kompakt und erschließt sich schnell, Leipzig ist grün. Leipzig muss man gesehen haben!
Text: Ursula Krumm

